Kurzgeschichte: Was ist ein Trauerfall? – Vater und Sohn im Zeichen der Zeit

Ein Beitrag von Martin Schnakenberg

Mein Netzwerkpartner schreibt in seinem Blog „Muskelkater“ immer schöne und lustige Satire mit dem Titel „Papa, Matze hat gesagt“. Es folgt dabei immer ein herrlicher Dialog zwischen Vater und Sohn zu einem bestimmten Thema. Das fand ich so gut, dass ich ihn gebeten habe, mal einen Kurzdialog für die „Pusteblume“ zu schreiben. Das Ergebnis ist ein zwar älterer Grundwitz, aber der kurze Dialog ist neu und könnte tatsächlich eine gespielte Szene in einem Bühnenstück sein: Der Sohn sitzt über seinen Hausaufgaben von der Schule und fragt seinen Vater nach einen Begriff. – Viel Spaß…

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SOHN: „Du Papa. Was ist eigentlich ein Trauerfall?“

VATER nebenbei: „Nun, ein Trauerfall wäre es, wenn ich meinen Geldbeutel verlieren würde.“

SOHN kaut auf Bleistift: „Nein, das wäre ein Verlust.“

VATER legt Zeitung zur Seite: „Ach so, ja. Dann nehmen wir mal: Wenn der Wind vom Marmorsaal des Schlosses das Dach abdeckt. Das ist dann ein Trauerfall.“

SOHN: „Nein, auch nicht, Papa. Das wäre dann ein Schaden. Haben wir in der Schule gelernt.“

VATER überlegt: „Ein Schaden, ahja. Aber wenn die Bundeskanzlerin Merkel und der Bankmanager Ackermann sterben würden, das wäre dann aber ein Trauerfall.“

SOHN: „Stimmt, richtig, das kann ich schreiben. Denn das ist kein Verlust und auch kein Schaden…“

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Öffentliche Duldung von Diskriminierung im Netzwerk BlogNetz-Online

Im Netzwerk BlogNetz-Online gibt es Zoff. Wegen eines Themas, wobei sich ein Mitglied bei der Wortwahl ihres Artikels wohl so dermaßen daneben benahm, dass nicht nur ich, sondern auch mein Kollege vom Muskelkater spontan kündigten.

Es ging um ein Online-Game, welches beschrieben wurde und dabei eine kirchliche Organisation (Christen – man ahnt es schon) das Thema Homosexualität aufgriff. Diese besagte Person des Netzwerkes fand das Spiel gut und auch die Musik und schrieb einen Artikel für ihr Blog dazu. Jetzt kam die Verbindung, die mir als unangenehme Diskriminierung aufstieß. Ich selber bin von Geburt an Heterophil veranlagt. Aber als dieses o.g. Mitglied im Netzwerk unter „Ein muss für Rollenspieler“ bekannt gab, dass sie einen Artikel geschrieben hatte mit der Überschrift „Vorsicht, man wird beim Spielen homosexuell“, gingen bei mir die roten Lichter an (http://die-welt-ist-rund.blogspot.com/2011/12/vorsicht-man-wird-beim-spielen.html).

Der größte Teil des Textes war von einer kirchlichen Gruppierung geschrieben worden. Grundtenor: Wer schwule Partien spielen will, ist dort bestens aufgehoben. Die Frau Netzwerkmitglied verteidigte den diskriminierenden Text auch noch mit dem letzten Satz: „Hahaha, ich weiß ja, dass es nicht so ist“.

Ich wollte mich schon hinsetzen und einen geharnischten Kommentar dazu schreiben, da sah ich, dass Martin schon geantwortet hatte. Und da gingen dann von der anderen Seite aus Beleidigungen über die Bühne, die ich hier nicht weitergeben kann. Nur Martin’s Argumente zeige ich hier mal an, weil es gut geschrieben ist:

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„Überlege doch mal logisch; wenn du Männerrollen spielen willst, musst du das ja schließlich können: Wenn ein Skispringer nach einem missglücktem Sprung von einer „schwulen Schanze“ spricht, wenn Jungs in der Schule, sogar schon im Kindergarten, mit „schwule Sau“ angesprochen werden, wenn die Kirchen von „Kranken“ sprechen, die man heilen muss — was soll dann ein 12-jähriger Junge denken und fühlen, wenn er gerade eben entdeckt hat, dass ihn Mädchen kalt lassen, aber Jungs anziehen. Wenn er nicht gerade keck genug ist, eine entsprechende Antwort zu geben, ist er unten durch, weil er denkt, dass er nicht normal ist. Nicht umsonst ist die Selbstmordrate in dieser Gruppe so hoch. Weil von den Menschen in seiner Umgebung das Wörtchen „schwul“ so ganz selbstverständlich im negativen Sinne verwendet wird, ohne darüber nachzudenken, was man damit anrichtet. Weil man sich selber als Mittelpunkt sieht. Weil jeder der Meinung ist, nur das, was er/sie selber denkt und sagt, sei das A&O. Weil man gleichgültig geworden ist gegenüber dem anderen und seinen Nöten und Ängsten. Und jeder verdeckt mit seinen negativen Bemerkungen mit dem Wort „schwul“ seine eigene Angst vor den eigenen homoerotischen Anteilen in sich, die jeder Mensch hat.“

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Und ich frage weiter: Muss man dann noch bei dieser Diskriminierungskampagne seitens der Kirche mitmachen? Aber von ihr kam darauf nur: „Martin, hör auf damit, es nervt nur.“ usw., was ich hier wegen des Datenschutzes nicht veröffentlichen darf. Auch eine weitere Bloggerin des Netzwerkes mischte sich ein, war allerdings neutraler in ihren Worten und wurde von der anderen auch gleich abgekanzelt.

Ich kann nur folgenden Vergleich dazu bringen: Angenommen, es wäre Sturmflut und das Wasser würde bis zur Haustür von Menschen stehen, die nur eine Straße weiter wohnen als dieses Mitglied des Netzwerkes, dann würde sie noch mit einem Eimer voll Wasser hingehen, den dazuschütten und lachen: „Hahaha, ich weiß ja, dass es zurück geht!“

Genau das ist die Situation, die sie beschworen hat. Und damit kann ich nicht leben. Als ich dann sah, dass Martin mit seinem „Muskelkater“ das Netzwerk BlogNetz-Online verlassen hatte, habe ich mit meiner „Pusteblume“ dasselbe getan und gekündigt.

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Übrigens: Kommentare von dieser Person werde ich hier nicht zulassen, denn sie werden wahrscheinlich unterhalb der Gürtellinie gehen.

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Simone Solga: Medien, Meldungen und Statistiken

Aufzeichnung vom 18.11.2011 bei „Kabarett aus Franken“.

Ohne weiteren Kommentar. Aber gut ist sie und recht hat sie auch. Oder?

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Im Netz gefunden: Kleine weiße Friedenstaube

Manchmal nehme ich mir länger als eine Stunde Zeit, um bei YouTube oder Dailymotion nach interessanten Videos zu suchen. Meist sind es zwar politische Erklärungen, Beweise oder Reden, die ich dann für den Muskelkater brauche, wo ich einer der Ko-Autoren bin. Aber auch sonst findet man ganz tolle Sachen.

Hier bin ich jetzt auf ein Kinderlied gestoßen, was in der damaligen DDR sehr populär war und bei verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Anlässen, wie zum Beispiel staatlichen Feiertagen, meist von Schulklassen, Kinderchören oder Pionieren gesungen wurde. Es ist das Lied „Kleine weiße Friedenstaube“, was ich hier ohne weiteren Kommentar von mir reinstelle. Aber ihr dürft mir sehr gerne sagen, ob es euch genauso gut gefällt wie mir bzw. sogar Erinnerungen an die eigene Kinderzeit kommen.

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Hochgeladen bei YouTube von am 23.06.2009

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Text und Melodie des aus vier Strophen bestehenden Liedes wurden von der Kindergärtnerin Erika Schirmer, geb. Mertke, aus Nordhausen, Thüringen, 1948 verfasst.

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1. Kleine weiße Friedenstaube, fliege übers Land;
allen Menschen, groß und kleinen, bist du wohlbekannt.

2. Du sollst fliegen, Friedenstaube, allen sag es hier,
daß nie wieder Krieg wir wollen, Frieden wollen wir.

3. Fliege übers große Wasser, über Berg und Tal;
bringe allen Menschen Frieden, grüß sie tausendmal.

4. Und wir wünschen für die Reise Freude und viel Glück;
kleine weiße Friedenstaube, komm recht bald zurück.

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Atommüll: Schwarz-gelbe Castor-Gegner stellen sich quer

In Niedersachsen sträuben sich Politiker von CDU und FDP so deutlich wie noch nie gegen weitere Castor-Transporte ins nukleare Zwischenlager in Gorleben. Unter anderem werden Forderungen laut, dass Atommüll aus Sellafield nicht in Gorleben aufgenommen werden soll.

Hannover. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth forderte gegenüber dieser Zeitung „ein positives Signal – auch für den Dialogprozess der Bundesregierung in Gorleben“. Dazu könnte beitragen, dass die Castoren, die ab 2014 aus dem britischen Sellafield zurückgenommen werden müssen, nicht in Gorleben, sondern von einem anderen Zwischenlager aufgenommen würden.

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Schwarz-gelbe-Castor-Gegner-stellen-sich-quer

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Und schon wieder eine Sache, wo die regierenden schwarz/gelben Parteien eine Kehrtwende um 180 Grad machen. Und warum dies alles? Na, weil doch nächstes Jahr Wahlen sind. Außerdem müssen sie ja mit guten Taten das Volk ablenken von den wahren Verbrechen, die jetzt und demnächst stattfinden. Oder meint ihr etwa, die tun es aus reiner Liebe zu den Mitmenschen, zur Natur, zur Umwelt und der Zukunft dieses Planeten?

Wer jetzt noch glaubt, das „C“ im Namen der einen Partei würde die Abkürzung von „Christlich“ bedeuten, der bekommt immer mehr die Beweise geliefert, dass es nur Irrungen, berechnender Aberglaube und Teufelswerk ist. Macht und Geld ist das einzige, was noch zählt, sonst nichts. – Und so darf es nicht mehr weiter gehen, wenn wir das Kapital über den Menschen und andere Lebewesen stellen. Die Menschen jagen den Zinsen nach und merken dabei nicht, wie sie sich immer mehr von der Menschlichkeit entfernen. Und dabei ist ihnen jedes Mittel recht, auch wenn sie ab und zu schleimen müssen, um an der Macht zu bleiben – siehe oben.

Jesus hat die Zinswucherer aus dem Tempel vertrieben. Wann machen wir das mit den Zockern, den Spekulanten und den Ackermännern?

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Mindestlohn: „Merkel macht, was dem Machterhalt dient“

Nach der Wehrpflicht und der Atomkraft schwenkt die Kanzlerin nun auch beim Mindestlohn um. Gefährdet ihr neuer Richtungswechsel die Identität der CDU? Nein, sagt der Parteiexperte Langguth im Interview mit tagesschau.de. Die Kanzlerin orientiere sich an der Stimmung in der Bevölkerung – und schaue auf die Wahl 2013. – Wegen der Gefahr des Depublizierens veröffentliche ich das Interview komplett, ohne großartigen Kommentar:

http://www.tagesschau.de/inland/mindestlohn282.html

tagesschau.de: Jahrelang hat die Union einen gesetzlichen Mindestlohn als Teufelswerk verdammt – Arbeitsplätze würden vernichtet hieß es. Nun macht sich Bundeskanzlerin Merkel für verbindliche Lohnuntergrenzen stark. Warum?

Gerd Langguth: Das Thema Mindestlohn war in den letzten Jahren ein schwieriges Thema für die CDU. Mit dieser Neupositionierung will Bundeskanzlerin Merkel vor der kommenden Bundestagswahl 2013 ein Thema abräumen, mit dem die SPD bei dem Wähler gepunktet hat. Außerdem zeigen Meinungsumfragen, dass selbst überzeugte CDU-Wähler Anhänger des Mindestlohnes sind. Das ist der Hintergrund dieser neuen Überlegung.

tagesschau.de: Viele Menschen können von ihrer Arbeit alleine nicht mehr den Lebensunterhalt bestreiten. Will die CDU also – indem sie sich nicht mehr strikt gegen einen Mindestlohn ausspricht – dem Eindruck der sozialen Kälte entgegenwirken?

Langguth: Die CDU ist eine Volkspartei und muss die Breite der Bevölkerung repräsentieren. Das hat sie in der Frage des Mindestlohnes in der Vergangenheit nicht getan. Angela Merkel muss darauf achten, dass sie Stimmungen aufnimmt und in der breiten Bevölkerung Stimmen gewinnt. Das tut sie nun.

tagesschau.de: Mit der Abkehr von Atomkraft und Abschaffung der Wehrpflicht hat die Union in der jüngsten Zeit immer wieder Positionen des politischen Gegners übernommen. Erweist sich Merkel hier als Politikerin ohne festen Standpunkt?

Langguth: Frau Merkel stellt sich zunächst eine andere Frage, nämlich wie sie die nächsten Wahlen gewinnen kann. Sie ist eine unideologische, pragmatische Machtpolitikerin. Sie macht, was zum Machterhalt wichtig ist. Wie unideologisch sie ist, das sieht man auch daran, dass sie recht schnell Positionen verändern kann. Das war bei der CDU im übrigen auch in der Vergangenheit schon so. Sie war schon immer eine Partei, in der sehr pragmatisch und auch arbeitnehmernah entschieden wurde. Der sogenannte Markenkern war immer auch von der Tagespolitik abhängig.

„CDU muss Wechselwähler überzeugen“

tagesschau.de: Im letzten Wahlkampf hatte sich die Union noch gegen einen verbindlichen Mindestlohn ausgesprochen. Birgt dieser Meinungsumschwung nicht das Risiko für Angela Merkel, von den Menschen überwiegend als Taktiererin wahrgenommen zu werden und Stammwähler zu verprellen?

Langguth: Die Gefahr beliebig zu wirken, ist natürlich da. Aber die CDU hat höchstens noch 20 Prozent Stammwähler und muss daher auch Wechselwähler überzeugen, um ihre Mehrheitsfähigkeit zu beweisen. Diese Neupositionierung ist Teil einer Anpassung, einer Modernisierung der Partei und im übrigen ein Überlebensprinzip einer Volkspartei.

tagesschau.de: Innerhalb der Union gibt es auch Kritik an dem Vorstoß – werden sich nun nicht wieder viele Mitglieder heimatlos in ihrer Partei fühlen?

Langguth: Marktwirtschaftlich orientierte Mitglieder, die sich noch an den Leipziger Parteitag der CDU erinnern, die werden wahrscheinlich den Kopf schütteln. Natürlich muss Angela Merkel auch ein Angebot an die Konservativen bzw. Ordnungspolitiker in der Partei machen, aber von vielen ehemaligen Positionen hat sich die CDU ja auch schon getrennt. Sie muss darauf achten, dass sie als Volkspartei in der breiten Bevölkerung ankommt.

„Koalition mit der SPD wird erleichtert“

tagesschau.de: Ist der Positionsänderung beim Mindestlohn auch eine Schritt zu auf die SPD. Bereitet sich Angela Merkel damit schon auf eine neue große Koalition nach der Bundestagswahl 2013 vor?

Langguth: Politiker denken immer schon um die nächste Ecke. Diese neue Lage würde eine mögliche Koalitionsbildung mit der SPD nach den nächsten Wahlen sicherlich erleichtern. Andererseits bringt die CDU ihren politischen Gegner so auch in die Bredouille. Der SPD ist ein Thema weggebrochen. Sie kann die Entscheidung der CDU nicht kritisieren, da es sich um die eigene Position handelt. Bejubeln kann sie sie als Opposition aber auch nicht. Das war beim Atomausstieg mit den Grünen auch so.   

tagesschau.de: Heißt das für den aktuellen Koalitionspartner FDP umgekehrt, er wird nicht mehr gebraucht? Droht da neuer Streit?

Langguth: Die FDP scheint in dieser Frage noch nicht endgültig entschieden. Die Entscheidung der CDU gäbe der FDP natürlich auch die Möglichkeit, sich zu profilieren. Indem sie sich gegen den Mindestlohn ausspräche, wäre sie attraktiv für ordnungspolitisch orientierte Wähler. Aber dann gäbe es neuen Streit – ganz zweifelsohne.

tagesschau: Ist es also klug, die Position der CDU in diese Richtung zu verändern?

Langguth: Ich betrachte die Entscheidung als problematisch. Meine Zweifel sind allerdings ökonomischer Natur. Wenn die Argumentation der Arbeitgeberseite, dass Arbeitsplätze vernichtet werden, Wirklichkeit würde, dann wäre die Entscheidung ein Schlag ins Kontor und hätte nicht den gewünschten Effekt.

Die Fragen stellte Rike Woelk, tagesschau.de. Kommentare dazu → hier.

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Info zur Person: Gerd Langguth ist politischer Publizist und Honorarprofessor mit Lehr- und Prüfungsberechtigung am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der RFWU Bonn. Er beschäftigt sich mit den politischen Parteien und analysiert politische Entscheidungsprozesse. Langguth war lange im Bundesvorstand der CDU und ist Biograph von Angela Merkel und Horst Köhler.

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Doch ein kleiner Kommentar: Im großen und ganzen ein interessantes Interview. Und auch der letzte Satz von Langguth war interessant. Aber Beide, Merkel und er, haben vergessen, dass zumindest ein Teil der Bevölkerung nichts vergessen, aber dafür dazu gelernt hat. Nämlich, dass es wirklich Sch…egal ist, was vor den Wahlen gesagt wird. Dieses Honig-ums-Maul-Geschmiere hat solange keine Bedeutung, bis es eines Tages wirklich in die Tat umgesetzt wird. Denn bisher ist alles nur leeres Geschwafel und ein Mittel, um die nächste Wahl zu gewinnen und ganz besonders die Linke auszubooten. Das Interview suggeriert, dass die Kanzlerin der Banken- und Spekulantenlobby jetzt mal das Volk ernst nimmt, indem es auf den Willen der Bürger hört. Damit der sagt: „Dann ist ja alles in bester Butter. Dann können wir ja wieder die CDU wählen.“

Fakt ist, dass sich die Nase der Merkel in den Wind dreht, von wo am meisten zu erwarten ist. Das ist vor den Wahlen die Meinung des Volkes und nach den Wahlen die Höhe der „Spenden“. – So einfach ist Politik. Merkel’sche Politik.

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Siehe auch: http://tueffler123.wordpress.com/2011/10/31/deutschlands-neue-arbeiterpartei/ und http://www.jungewelt.de/2011/11-01/061.php und http://heut-schon-gedacht.blogspot.com/2011/10/pseudogequatsche.html

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Berliner Abgeordnetenhaus: FDP will Büros nicht für Piratenpartei räumen

Nachdem die FDP aus dem Landesparlament in Berlin ausscheidet, müssen die Liberalen auch ihre Büros im Abgeordnetenhaus abgeben. Die FDP hat allerdings beschlossen, ihre Büroräume frühestens im nächsten Jahr an die Piratenpartei zu übergeben.

Derweil die Piratenpartei über die Pläne der FDP informiert wurde, will der Fraktionsgeschäftsführer der Piraten das Gespräch suchen, um eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen.

Auch bei der Platzverteilung im Plenarsaal zeichnet sich Streit ab. Dort sollen die Piraten noch bis Weihnachten mit den ehemaligen FDP-Plätzen vorlieb nehmen, welche sich rechts von der CDU befinden. Die Piratenpartei beansprucht aber die Plätze zwischen den Grünen und der Linkspartei.

http://www.rbb-online.de/themen/dossiers/berlin_wahl_2011/wahl/nachrichten/berliner_fdp_besetzt.html

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Es ist doch echt ein Unding mit dieser Hotelierpartei. Jetzt sind sie schon soweit gesunken mit ihrer Politik für ihre Klientel, und dann haben sie noch den Mut, trotz Wahlverluste ihre Plätze und Positionen weiterhin zu verteidigen. Auch auf die Gefahr hin, sich jetzt endgültig lächerlich zu machen. Dabei ist man tatsächlich hin- und hergerissen zwischen zwei Gefühlen: entweder man bewundert sie wegen ihrer Frechheit (weil es ja heißt, dass Frechheit siegt), oder man lacht sie gänzlich aus, dafür dann aber gründlich.

Wenn ich daran denke, dass die FDP in der Vergangenheit mal eine starke Partei war mit Idealen und Konzepten für die Zukunft, die sogar schon Minister-, Bundestags- und Bundespräsidenten stellte, dann frage ich mich seit einigen Jahren: wo sind diese Ideale geblieben? – Ich denke mal, dass sie wahrscheinlich in der parteiinternen schwarzen Kasse gelandet sind. Die ist nämlich erheblich wichtiger, als Politik zu machen für das Volk…

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Alle 365 Tage gibt es 80 Millionen Menschen mehr

Bereits im 18. Jahrhundert hat der preußische Gelehrte Johann Peter Süßmilch die Zahl der Menschen errechnet, die, seiner Ansicht nach, maximal auf der Erde leben könnten: sieben Milliarden. Damals wurde die These belächelt, jetzt kann sie überprüft werden: am Montag, den 31. Oktober, soll irgendwo das Kind geboren werden, mit dem die Menschheit die Schwelle zu den sieben Milliarden überschreitet. Sie wächst weiter – und alle Probleme dazu.

Als Süßmilch 1741 seine Thesen veröffentlichte, lebten auf der Erde 700 Millionen Menschen. 63 Jahre später, schätzen Experten, war die erste Milliarde erreicht. Es dauerte 123 Jahre bis zur zweiten, 33 bis zur dritten und nur noch 14 Jahre bis zur vierten Milliarde. 13 Jahre später, 1987, wurde dann die fünfte und 1999 die sechste Milliardengrenze überschritten. Jede Minute kommen 150 Menschen dazu, im Jahr fast 80 Millionen – einmal Deutschland alle 365 Tage.

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/top_news/406715_Einmal-Deutschland-im-Jahr.html

Einfach mal den Artikel weiter lesen. Eine schöne Tabelle mit Vergleichen ist auch dabei.

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EU: Weitere Banken brauchen Kapital

Laut EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia brauchen nicht nur jene Banken zusätzliches Kapital, die beim Stresstest durchgefallen sind.

Weitere europäische Banken könnten in der aktuellen Schulden-Krise nach Ansicht von EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia Kapitalspritzen brauchen. Die Vertiefung der Staatsschuldenkrise, ihr Einfluss auf ein „fragiles Bankensystem“ und die andauernden Spannungen in Finanzmärkten, „alles deutet auf die mögliche Notwendigkeit für weitere
Rekapitalisierungen“, sagte Almunia am Dienstag bei einer Rede in Brüssel. Für die Banken, die den sogenannten Stresstest nicht bestanden hatten, stehe diese Notwendigkeit schon fest.Acht (bzw. mit der deutschen Helaba neun) Banken in Europa haben den heurigen Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht EBA vom Frühjahr nicht bestanden. Im wesentlichen waren das Kreditinstitute aus den Eurokrisenländern Spanien und Griechenland – sowie aus Wien die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG). 16 weitere Banken lagen nur knapp über der geforderten Kernkapitalquote von mindestens 5 Prozent und haben damit nur ganz knapp bestanden.

Schuldenkrise verschlimmert

Sie alle müssen in den nächsten Monaten klarmachen, wie sie die Kapitallücken auffüllen. Die ÖVAG etwa wollte dies u.a. mit dem bereits unterschriebenen Verkauf der Ostbanken an die russische Sberbank (Closing bis Anfang 2012) schaffen.

Laut Almunia geht die von ihm heute festgestellte Lücke über die neun Banken hinaus, die bei den europaweiten Stresstests im Juli durchgefallen waren und nun ihr Eigenkapital aufstocken müssten. „Leider, da die Schuldenkrise sich verschlimmert, könnten mehr Banken eine Rekapitalisierung benötigen“, erklärte der Kommissar in einer Rede. An den Finanzmärkten kursieren schon länger Befürchtungen, dass eine Pleite des Schuldensünders Griechenland enorme Löcher in die Bilanzen europäischer Geldhäuser – vor allem in Frankreich und Italien – reißen könnte.

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Der komplette Artikel steht im Forum des Muskelkaters.

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Achtung Verwechslungsgefahr!

Immer wieder lese ich in Artikel oder Kommentaren, dass das kleine ungeziemte Wörtchen Arsch durch A… schamhaft ausgeblendet wird. Ich denke mal: wenn man sich schämt, diese Bezeichnung zu gebrauchen, dann sollte doch Hinterteil, Hintern oder Po geschrieben werden. Sonst geht es einem noch so, wie dem Gast eines Motels, der bei der Abreise den Portier loben will: „Sagen Sie mal, mein Lieber. Ihre Handtuchbezeichnung ist ja ganz famous. So kann man es überhaupt nicht mehr verwechseln: A wie Arsch und G wie Gesicht.“

„Tut mir leid, mein Herr“, widerspricht der Portier und nickt wohlwollend mit dem Kopf. „Aber die Bezeichnung ist genau umgekehrt: A wie Antlitz und G wie Gesäß! – Guten Tag.“

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