Eine Prinzessin mit Namen Dornröschen

Dornröschen war ein schönes Kind, lieblich und griechisch reizend anzusehen. Sie saß in ihrem Zimmerlein und strickte an der Geschichte. Plötzlich passierte es: eine der Nadeln, ein ganz spitzer Kapitalist, stach sie in den Finger. Sie sprang auf und lief, den blutenden Finger von sich haltend, jammernd umher. Entsetzt schaute sie dann in ihr Buch, wo geschrieben war, dass sie in einen Schlaf fallen und dann ein Prinz sie mit einem Kuss erwecken sollte. Aber das stimmte doch gar nicht, denn jetzt war ja alles ganz anders. Denn wie es aussah, war sie die Muntere und die Prinzen aller Staaten waren eingeschlafen. Keiner war da, um sie, Dornröschen, vor weiteren spitzen Ratingnadeln zu schützen. Das einzige, was man ihr zu ihrer Rettung gegeben hatte, waren viele viele kleine Schirmchen mit vielen vielen Löchern. Mit denen sank sie aber immer tiefer.

Was tun, liebe Prinzessin Dornröschen, du Liebliche…

Und während immer mehr spitze Nadeln sie piksten, kam ihr eine Idee; denn Dornröschen war ja nicht dumm. Sie wusste, es würde weh tun, sehr weh. Und es würde sehr lange sehr sehr weh tun. Sie würde eine schreckliche Beule bekommen und vielleicht nicht mehr so hübsch aussehen, zuerst zumindest, nach dem Aufwachen…

Kurzentschlossen nahm sie eine Bratpfanne in die Hand und mit einem letzten Seufzer schlug sie sich die Pfanne auf dem Kopf, wobei sie so schnell bewusstlos wurde, dass man noch nicht mal ein „Aua“ hörte. Dann glitt sie zu Boden.

Die bösen bösen Ratingnadeln aber sahen sich ihrer Beute beraubt und suchten sich eine andere Prinzessin zum Stechen und Piksen. – Und wenn sie nicht durch eine Regulierung der Stechmärkte gestorben sind, dann piksen sie heute noch…

Die Prinzessin aber wachte nach einer gewissen Zeit wieder auf und war glücklich und froh, dass sie zwar eine Beule, aber sonst alle ihre Ländereien behalten hatte. So lebte sie noch lange Jahre inmitten ihrer illusteren Gesellschaft.

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Eine interessante andere Variation des schönen Märchens kann man bei DNZS – Die Netzschau lesen, aber auch bei Tuefflers Meinung und dem Stern.

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Idee des Märchens: Pusteblume, Realisation: Muskelkater

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